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Polnische Pflegekraft: Kosten, Aufgaben, legal

Wer „polnische Pflegekraft“ sagt, meint meist eine Betreuungskraft, die mit im Haushalt lebt. Sie kommen heute längst nicht nur aus Polen, sondern auch aus Rumänien, Bulgarien, der Slowakei und anderen EU-Ländern. Für alle gelten dieselben Regeln. Sie haben gehört, das sei problematisch? Stimmt nicht. Es gibt drei legale Modelle.

Modell 1: Entsendung über eine Agentur (häufigster Weg)

Die Pflegekraft ist bei einer Agentur in ihrem Heimatland fest angestellt und arbeitet hier nach dem Entsendegesetz. Die deutsche Familie zahlt monatlich an die Agentur. Voll legal nach EU-Dienstleistungsfreiheit. Risiko und Verwaltung trägt die Agentur.

Modell 2: Selbstständigkeit der Pflegekraft

Die Pflegekraft ist in ihrem Heimatland als Selbstständige registriert, rechnet ihre Dienstleistung direkt mit der Familie ab. Risiko: Scheinselbständigkeit, wenn die Pflegekraft tatsächlich wie ein Angestellter behandelt wird (feste Arbeitszeiten, Weisungsbefugnis). Dann drohen Nachzahlungen. Nur empfehlenswert mit professioneller rechtlicher Beratung.

Modell 3: Direktanstellung

Sie als Familie sind Arbeitgeber, die osteuropäische Pflegekraft Ihr Angestellter. Sie zahlen Lohnsteuer und alle Arbeitgeberabgaben in Deutschland. Aufwendig (Lohnabrechnung, Steuern, Versicherungen), aber rechtlich am klarsten. Praktisch nur für Familien mit Steuerberater-Anbindung.

Was kostet eine polnische Pflegekraft?

Über eine Agentur zahlen Familien meist 2.600 bis 3.500 € im Monat, egal ob die Kraft aus Polen oder einem anderen EU-Land kommt. Der Preis hängt vor allem von den Deutschkenntnissen, der Erfahrung und dem Pflegeaufwand ab, etwa bei Demenz oder nächtlichem Hilfebedarf. Dazu kommen Kost und Logis im eigenen Haushalt. Pflegegeld, Verhinderungspflege und die Steuerermäßigung senken den Eigenanteil deutlich, wie viel genau, zeigt unsere Tabelle für Pflegegrad 2 bis 5.

Welche Aufgaben übernimmt die Betreuungskraft?

Sie lebt mit im Haushalt und ist im Alltag da: Hilfe beim Waschen, Anziehen und auf der Toilette, Kochen, Putzen, Wäsche, Einkaufen, Begleitung zum Arzt und Gesellschaft. Nicht übernehmen darf sie medizinische Behandlungspflege wie Spritzen, Wundversorgung oder das Stellen von Medikamenten nach ärztlicher Anordnung. Dafür kommt zusätzlich ein ambulanter Pflegedienst. Den Unterschied erklärt unser VergleichBetreuungskraft oder Pflegedienst.

Wie viel verdient eine 24-Stunden-Betreuungskraft?

Auch für Betreuungskräfte aus dem EU-Ausland gilt der deutsche Mindestlohn für jede geleistete Arbeitsstunde, seit Januar 2026 sind das 13,90 € pro Stunde. Rund um die Uhr arbeiten darf niemand: Es gibt geregelte Arbeitszeiten, Pausen und freie Zeit. Seriöse Anbieter legen offen, wie die Arbeitszeit vereinbart ist.

Wie finde ich eine passende Betreuungskraft?

Am einfachsten über eine deutsche Vermittlung mit festem Ansprechpartner. So läuft es bei uns: Erstgespräch, Bedarf vor Ort klären, passende Kraft auswählen, Anreise organisieren, und wenn die Kraft wechselt oder krank wird, kümmern wir uns um die Vertretung. Mehr dazu auf unserer Seite 24-Stunden-Betreuung.

Was eine seriöse Agentur ausmacht?

Schriftlicher Vertrag in deutscher Sprache und klare Unterlagen zur Beschäftigung jeder einzelnen Pflegekraft.

Häufige Fragen

Was kostet eine polnische Pflegekraft pro Monat?

Ob aus Polen, Rumänien oder Bulgarien: Über eine Agentur meist 2.600 bis 3.500 € im Monat, abhängig von Deutschkenntnissen, Erfahrung und Pflegeaufwand. Davon gehen Pflegegeld, Verhinderungspflege und Steuerermäßigung ab. Bei Direktanstellung kommen Lohnsteuer, Abgaben und Ihr Aufwand als Arbeitgeber dazu.

Sind osteuropäische Betreuungskräfte in Deutschland legal?

Ja, über das Entsendemodell, als Direktanstellung oder in echter Selbstständigkeit. Wichtig sind ein schriftlicher Vertrag und der gesetzliche Mindestlohn. Schwarzarbeit ist illegal und kann für die Familie teuer werden.

Welche Aufgaben übernimmt eine 24-Stunden-Betreuungskraft?

Grundpflege wie Waschen und Anziehen, Haushalt, Kochen, Einkaufen, Begleitung zu Terminen und Gesellschaft im Alltag. Medizinische Behandlungspflege wie Spritzen oder Wundversorgung übernimmt ein ambulanter Pflegedienst.

Wie viel verdient eine 24-Stunden-Betreuungskraft?

Für jede geleistete Arbeitsstunde gilt mindestens der gesetzliche Mindestlohn, seit Januar 2026 sind das 13,90 € pro Stunde. Wie viel netto bleibt, hängt vom Vertrag und den vereinbarten Arbeitszeiten ab.

Wie finde ich eine polnische Pflegekraft?

Am sichersten über eine deutsche Vermittlung mit Ansprechpartner vor Ort. Gute Vermittlungen suchen nicht nur in Polen, sondern in mehreren EU-Ländern, so finden Sie schneller eine passende Kraft. Sie klärt den Bedarf, sucht eine passende Kraft und kümmert sich um Vertrag, Anreise und Vertretung.

Wer haftet, wenn die Betreuungskraft einen Fehler macht?

Beim Entsendemodell ist die Agentur Arbeitgeber und in der Regel haftpflichtversichert. Bei Direktanstellung sind Sie Arbeitgeber, dann sollten Sie Ihre Privathaftpflicht erweitern oder eine passende Police abschließen.

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